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Parkán Nr. 116

Parkán Nr. 116, Ansicht von der Parkán-Gasse Lokalisierung:
Parkán Nr. 116

Objektbeschreibung:
Ein einstöckiges Gebäude mit querrechteckigem Grundriß, mit ungegliederter Hausfront und mit Schindelsatteldach. Über dem Eingang befindet sich die neuzeitliche Wandmalerei eines Engels mit der Inschrift Moldau Hilton. An der hinteren Front zieht sich ein balkonartiger Gang (Pawlatsche) aus Holz.

Bauhistorische Entwicklung:
Das Gebäude entstand während der Zeit der Gotik durch Anbau an die Stadtmauer. In den ältesten Stadtbüchern wird es schon im Jahre 1520 erwähnt, als das wahrscheinlich schon gemauerte Haus ein gewisser Maurer Steffel Czapek besaß. Die heutige Hausgestalt ist Ergebnis eines großen klassizistischen Umbaus.

Parkán Nr. 116, Detail der Hauptstirnseite

Bedeutende architektonische Details:
Im rechten Teil der Disposition befindet sich eine schwarze Küche, die ebenso wie die Räume im linken Teil gewölbt ist. In einigen Räumen gibt es sichtbare Deckenbalken.

Geschichte der Hausbewohner:
Parkán Nr. 116, Ansicht vom Fluss Vltava (Moldau) Im rechten Teil der Disposition befindet sich eine schwarze Küche, die ebenso wie die Räume im linken Teil gewölbt ist. In einigen Räumen gibt es sichtbare Deckenbalken. für 120 Schock Meißner Groschen erwarb, gehörte es einem gewissen Wolfgang. Ab 1578 wohnte hier der Tischler Stanzl, dem nach vier Jahren der Glaser Pavel folgte. Kurz taucht hier der Schuhmacher Petr Zettl auf, und schon ab 1588 besaß das Haus der Messerschmied Jeremiáš Lehmayer. Er wird als Hausbesitzer auch 1623 erwähnt. In den Jahren 1654-1661 besaß das Haus der Seiler Hans Tenpauer, nach ihm kommen zwei Generationen der Mälzer Wittek (Vítek), denen das Haus bis zum Jahre 1736 gehörte. Dann wurde hier das Metzgerhandwerk ausgeübt, tradiert in der Familie Strinitz. Ab 1759 treffen wir im Haus den Weber Josef Kurz an, dessen Familie hier mindestens bis zu den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts lebte. Ungefähr zwischen den Jahren 1900-1945 befanden sich hier Atelier und Labor des Fotografen Josef Wolfa, der das nahe gelegene Haus Nr. 112 (Parkán Nr. 112) (siehe Geschichte der Fotografie in der Stadt Český Krumlov) bewohnte.

Gegenwärtige Nutzung:
Im Objekt befindet sich heute das Hostel Moldau Hilton.