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Rybářská Nr. 38 Rybářská Nr. 38, Gesamtansicht

Lokalisierung:
Rybářská Nr. 38

Objektbeschreibung:
Ein einstöckiges Haus mit Stirnwand ohne Gliederung.

Bauhistorische Entwicklung:
Es handelt sich um eine doppeltraktige Gliederung mit einem Antrittstreppenvorraum. Der rechte Teil ist halbkreisförmig tonnengewölbt. Die übrigen Räumlichkeiten sind flach gedeckt mit sichtbaren Balken. Das Haus wurde im 15. Jahrhundert gebaut, später in der Zeit des Klassizismus hergerichtet. Zu weiteren Instandsetzungen kam es im Jahre 1930.

Geschichte der Hausbewohner:
Zu Anfang des 16. Jahrhunderts gehörte das Haus einem gewissen Brich Leska, der im Jahre 1520 von Beneš Radšík abgelöst wurde. Einer von ihnen war wahrscheinlich Fischer. Danach zog ins Haus der Gerber Pavel ein, aber er verließ es wahrscheinlich, denn im Jahre 1540 wurde das Haus als verlassen einem gewissen Kolman verkauft, mit Zunamen vielleicht Mailatinger. Der Zimmermann Linhart Mailatinger besaß das Haus bis zum Jahre 1568, als wir hier den Glaser Hans Simrl vorfinden. Nach seinem Tode wahrscheinlich im Jahre 1579 führte das Haus seine Witwe Marta, danach folgte Kryštof Lifleitner. In den Jahren 1591 - 1599 lebte im Haus der Weber Vincenc Rosenberger und bis zum Jahre 1605 Beneš Achniczer. In diesem Jahre erscheint hier der Bildhauer italienischer Herkunft Giovanni Pietro Martinola. In den Jahren 1622 - 1635 wurde im Haus das Fleischerhandewerk betrieben - es wohnte Kryštof Pach hier und vom Jahre 1627 an Matyáš Schmol. Danach treffen wir im Haus auf den Gerber Lorenc Hauer und seit dem Jahre 1684 auf seinen Sohn Filip, der Leder gerbte und rot färbte. Im Jahre 1725 erwarb das Haus der Stricker Emerich May, aber schon nach drei Jahren wurde er von Matyáš Hauer abgelöst. Vom Jahre 1729 an wirkte hier der Siebmacher Petr Kalteneker, desen Familie das Haus bis zum Jahre 1768 bewohnte. Zu Ende des 18. Jahrhunderts erscheint hier noch Ondřej Ziegner und vom Jahre 1793 Martin Tschandl. In den Jahren 1803 - 1810 gehörte das Haus Bartoloměj und Teresia Pölterl und danach mindestens bis in die vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts Jakub Böhm.

Gegenwärtige Nutzung:
Wohnräume.