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Široká Nr. 46

Široká Nr. 46, Gesamtansicht Lokalisierung:
Široká Nr. 46

Objektbeschreibung:
Die heutige Gestalt des Gebäudes, das an der Stelle des damaligen Wirtschaftshintergrunds des Mälzerhauses Nr. 43 in der Soukenická Gasse entstanden ist, stellt ein Objekt dar, das im Frühbarock entstand. Ähnlich wie das Nachbarhaus Nr. 45, auf das es baulich anknüpft, hat dieses Haus einen erhaltenen Renaissancekern und eine barock hergerichtete Fassade.

Bauhistorische Entwicklung:
Das vermauerte gotische spitzbogige Portal, das sich auf der Grenze mit dem Nachbarhaus Nr. 45 befindet, belegt den mittelalterlichen Ursprung der hinteren Stirnseite des damaligen Wirtschaftsgebäudes. Darüber, daß das Objekt im Renaissancestil umgebaut wurde, spricht vor allem der Charakter der Stirnseite und weiter das Renaissancemauerwerk im Erdgeschoß und teilweise auch im ersten Stockwerk. Im Rahmen des barocken Umbaus wurden das Gewölbe des großen Raums im Erdgeschoß, die Treppenhalle und die Stirnseite errichtet. Die Fassade stammt aus den Jahren 1676 - 1677. Die Barockgestaltung des Objektes wurde einigemal im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts geändert.

Bedeutende architektonische Details:
Das Haus ist wegen der Stirnseite interessant, die auf den Seiten eine Putzbossage hat, und die Fenster sind durch Stuckchambranen betont. Den kunsthistorischen Wert des Gebäudes kann man jedoch nur als durchschnittlich bezeichnen. Zwischen den Fenstern ist ein Wandbild der Jungfrau Maria von Kájov, das aus der Zeit um 1680 stammt.

Geschichte der Hausbewohner:
Der Kern des heutigen Hauses war ursprünglich der Erzeugungshintergrund des Mälzerhauses Široká Nr. 45. Im Jahre 1676 kaufte dieses Gebäude die Krumauer Gemeinde für 200 Schock Meißner Groschen von dem Hammerschmied Martin Klauser. Im Jahre 1680, also zwei Jahre nach dem teilweisen Umbau, verkaufte die Gemeinde diese Liegenschaft als ein selbstständiges Haus dem Schneider Šimon Riedl. Das Textilgewerbe - Schneider-, Weber- und Tuchmachergewerbe - wurden im Haus bis zum ersten Drittel des 19. Jahrhunderts beibehalten.

Gegenwärtige Nutzung:
Galerie Pension Folk