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Soukenická Nr. 33

Lokalisierung:
Soukenická Nr. 33

Objektbeschreibung:
Ein zweistöckiges Eckobjekt mit einem unregelmäßigen Umriß des äußeren Umfangs, die Stirnwand ist sechsachsig, neuzeitlich hergerichtet mit einem Kunststeinputz wahrscheinlich aus dem Jahre 1929, verhältnismäßig wenig gegliedert.

Bauhistorische Entwicklung:
Das Objekt ist mittelalterlichen Ursprungs (aus diesem Zeitraum stammen wahrscheinlich die Keller), wurde in der Renaissance markant umgebaut. Im Erdgeschoß und im 1. Stockwerk haben die Räume Gewölbe mit Kämmchen. Wahrscheinlich in der Barockzeit wurden in die zentralen Räume neue Treppen eingebaut. Der weitere Umbau verlief im 20. Jahrhundert.

Bedeutende architektonische Details:
Die Keller sind teilweise in den Felsenuntergrund ausgeschachtet, im hinteren Raum blieb ein Brunnen und ein einfaches bandförmiges Eintrittsportal mit der Datierung 1670 erhalten, im hinteren erdgeschoßigen Raum blieb eine Renaissancebalkendecke mit einem gewaltigen Unterzug mit Flechtbändern erhalten, durch eine Sondierung wurde in diesem Raum eine dekorative Umrahmung von Wänden mit farbigen Streifen aus der Renaissancezeit entdeckt, die Kämmchen der Gewölbe im Erdgeschoß und im 1. Stockwerk.

Geschichte der Hausbewohner:
Als der erste Hausbesitzer wird im Jahre 1582 Filip Rott erwähnt, den Kryštof Hain ablöste. Seit dem Jahre 1621 treffen wir hier den Bäcker Matyáš Hölzel an, dem das Haus vielleicht bis zum Jahre 1661 gehörte, wo hierher der Kaufmann Matyáš Pittner einzog. In den Jahren 1665 - 1704 treffen wir uns im Haus mit dem Kaufmann Jan Pittner und dann mit dem Pferdehändler Jan Pauer. Im Jahre 1727 wurde der fürstliche Pulvermacher Kristián Casian der Hausbesitzer. Seit dem Jahre 1766 lebte im Haus der Bäcker Vojtěch Tuschl und eine Bäckerei befand sich hier auch unter Filip Anderl nach dem Jahre 1792 und danach unter Hermína Fuchsová nach dem Jahre 1929.

Gegenwärtige Nutzung:
M & G Edelschmiedekunst, Hotel Leonardo