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Matěj Václav Jäckel

(1655 - 1738) sochař

Für Český Krumlov schuf er 9 Skulpturen, die einen Bestandteil der Pestsäule auf dem Hauptplatz bilden. Die Pestsäule wurde vom Magistrat schon im Jahre 1682 bei der Pestepidemie zugesagt, aber ihr Grundstein wurde erst im Jahre 1715 gelegt, und die Baukosten wurden von Marie Ernestine von Eggenberg gedeckt. Die Bildhauerwerkstatt von Jäckel lieferte die Statue der J. Maria /Immaculata/, die auf dem pseudokorinthischen Säulenkapittel steht, die Statuen der Heiligen (hl. Wenzel, hl. Veit, Evangelist Johanes und Juda Thaddäus), die die Eckquadersteine schmücken, und weiter die Stauen des hl. Rockus, Sebastians und Kajetans, die die Nieschen des Säulenfusses ergänzen. Matěj Václav Jäckel war tätig auch in Prag, im Jahre 1684 war er dort zum erstenmal urkundlich erwähnt. Die ältesten Arbeiten, die seiner Bildhauerwerkstatt zugeschrieben werden, stammen aus dem Jahre 1691. Seiner Bildhauerwerkstatt drückte er nicht seinen markanten künstlerischen Stempel auf denn sein Anteil an dem gesamten Werk des Ateliers war viel weniger als bei seinen Zeitgenossen M.B.Braun und F.M.Brokoff. In den 20er und 30er Jahren des 18. Jhs. steht im Vordergrund der Bildhauerwerkstatt sein Sohn Anton.

Brunnen auf dem Stadtplatz in Český Krumlov, Detail Brunnen auf dem Stadtplatz in Český Krumlov, Detail

(jh)