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Ulrich II. von Rosenberg

(1403-1462) Adeliger
Ulrich II. von Rosenberg

Sohn Heinrichs von Rosenberg und Elisabeths von Kravař. Seit seiner Jugend wurde er im Sinne der Hussiten erzogen. Er trat aber im Jahre 1420 entschieden für die Interessen des katholischen Adels und für Siegmund von Luxemburg ein. Die Angst vor dem sich verstärkenden Einfluß der Hussiten im Südböhmen bewegte ihn im Jahre 1420 zur erfolglosen Belagerung von Tabor. Dadurch wurde er ein entschlossener Verteidiger der Katholiken und Gegner der Hussiten. Nach den Hussitenkriegen stellte er sich an die Spitze der katholischen "Strakonitzer Einheit" und wurde ein starker Gegenkandidat des angehenden böhmischen Königs Jiří von Poděbrady. Er bemühte sich, seinen politischen Einfluß durch Fälschung der königlichen Urkunden zu vergrößern. Während des Restes seines Lebens lebte er zurückgezogen auf der Burg Dívčí Kámen und im Český Krumlov. Seine Tochter war Perchta von Rosenberg, die traditionell mit der Rosenberger "Weißen Frau" gleichgesetzt wird.

(mj)