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Kirchliche Geschichte der Region Český Krumlov

Schule in Zlatá Koruna, Lehrmittel aus dem 18. Jahrhundert, Abbildung des Himmels, der Erde und der Hölle Entwicklung der kirchlichen Verwaltung:
Die Region Český Krumlov liegt völlig auf dem Gelände des einstigen Doudleber Dechanats, das jedoch seit dem Mittelalter auch den südwestlichen Teil des heutigen Bezirkes České Budějovice annahm, abgegrenzt etwa durch die Pfarren Boršov-Borovany-Nové Hrady, im Westen verlief dann seine Grenze in der Nähe von Prachatice und an der Grenze zu Österreich nahm sie den Großteil von Šumava ein.

In der Prager Erzdiözese gab es 53 Dechanate und das Doudleber Gebiet gehörte mit seinen etwa 47 Pfarren zu den mittelgroßen. Die Funktion des Dekans entstand am Ende des 13. Jahrhunderts aus dem Bedarf des Pfarrklerus, der sich so mit dem Bischof oder seinem Vertreter Erzdiakon verbinden wollte. Der Dechant, ursprünglich Sprecher und Repräsentant der Pfarrer, wurde jedoch später zum Vollstrecker der Anweisungen seiner Vorgesetzten. Erzdiakonate, von denen in der Prager Erzdiezöse nach der Mitte des 12. Jahrhunderts zehn entstanden, war ein ausschließlicher Selbsthilfeakt bei der Entstehung der kirchlichen Verwaltung, und deswegen wurden sie völlig vom Bischof (seit dem Jahre 1344 vom Erzbischof) abhängig. Das Doudleber Dechanat gehörte mit sechs weiteren zu dem Erzdiakonat von Bechyně.

Am Ende des 14. Jahrhunderts wurde der Sitz des Doudleber Dechanates auf die Pfarre in Velešín und von dort nach kurzer Zeit nach Český Krumlov übertragen, wo es blieb. Das Zentrum des Bechyněr Erzdiakonats übersiedelte auf die Dauer aus Bechyně in den Süden, als in dieses Amt der Krumauer Pfarrer und gleichzeitig Doudleber Dechant Mikuláš von Smržice gewählt wurde. Diese Würde hatte jedoch bereits in der Mitte des 15. Jahrhunderts keine so große Wichtigkeit, welche damit noch vor hundert Jahren verbunden war, da sie von neuen zentralen Ämtern des Erzbischofs überschattet wurde. Im 15. und 16. Jahrhundert lösten sich meistens die Erzdiakonate auf und blieben nur titular, sodaß die Bedeutung der Dechanate stieg.

Kirche St. Veit in Český Krumlov, Gesamtansicht Auch das System der Dechanate veraltete und deshalb hat es um das Jahr 1630 der Erzbischof Arnošt Harrach durch 23 Vikariate ersetzt. Vikare waren nicht mehr Repräsentanten des Klerus, wie es früher Dechane waren, sondern Vertreter des Erzbischofs in dem anvertrauten Gebiet sowie auch Vollzieher seiner Instruktionen. Das Netz der Vikariate, deren Grenzen nicht stabilisiert waren, hat sich schrittweise vollendet. Das Krumauer Vikariat wurde im Grunde auf dem Territorium des ganzen Doudleber Dechanats konstituiert und hatte im 17. und 18. Jahrhundert 40 - 50 Pfarren (mit Ausnahme der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg, wo ihre Zahl auf 29 sank). Im Jahre 1700 wurde es in das Krumauer (21 Pfarren) und Kaplicer (23 Pfarren) geteilt, im Jahre 1722 wurde jedoch das Kaplicer Vikariat wieder aufgelöst und 17 Benefizien wurden an Český Krumlov zurückgegeben, die restlichen wurden dem Vikariat in České Budějovice angeschlossen. Im Jahre 1730 fiel die Pfarre Velešín weg, die zum Sitz eines neuen Vikariats wurde. Dieser Zustand dauerte dann im Grunde bis zum Jahre 1789, als das Bistum in České Budějovice errichtet wurde. Das unterteilte sich weiter in fünf Archipresbyterate, die ein Verbindungsglied zwischen den Vikariaten und dem Bistum bilden sollten, ähnlich wie früher das Erzdiakonat zwischen den Dechanaten und dem (Erz)bistum standen. Die Bedeutung des Archipresbyterats war jedoch auch theoretisch. Das Archipresbyterat von České Budějovice bestand aus acht neu ausgegrenzten Vikariaten. Im Rahmen dieser neuen Organisation wurde der alte Krumauer Vikariatsdistrikt in Vikariate Benešov, Český Krumlov, Kaplice, Nové Hrady und Německý Rychnov (heute Rychnůvek) gespalten. Im Jahre 1857 kam es aufgrund der Verordnung des Bischofs in České Budějovice - Jan Valerián Jirsík zu einer neuen territorialen Aufgliederung der Diözese und zur Aufrundung sowie auch weiterer Spaltung der Vikariate. Anstelle der bisherigen Archipresbyterate entstanden acht, die immer drei Vikariate einbezogen. In dem neuen Archipresbyterat in Český Krumlov verbanden sich nun das Territorium der Vikariate Vyšší Brod, Kaplice, Český Krumlov und Horní Planá mit 10 bis 13 Benefizien, die im Grunde bis zum Ende des 18. Jahrhunderts einen kirchlichen Verwaltungskomplex bildeten. In dieser Form blieb die kirchliche Verwaltung von dem Krumauer Gebiet ein Jahrhundert lang. Zur Zeit ist das Territorium der Vikariate mit den Grenzen der Bezirke identisch. Im Vikariat Český Krumlov befinden sich 46 Pfarrgemeinden, wobei zehn von ihnen seit dem Zweiten Weltkrieg langfristig nicht besetzt blieben, und zwar infolge der Vertreibung der deutschen Bevölkerung sowie auch Errichtung eines nicht zugänglichen Grenzgebietes in den Jahren 1949 - 1989 sowie eines militärischen Territoriums seit dem Jahre 1949/50.

Český Krumlov - St. Wolfgang, Anfang des 16. Jahrhunderts, Plastik in der Überlebensgröße, Sammlungsfonds des Bezirksheimatmuseums in Český Krumlov Religiöse Entwicklung:
Über die Anfänge des Christentums in Südböhmen ist nichts Bestimmtes bekannt. Eine Erinnerung an die Missionen aus Regensburg sollten hier noch vor der Gründung des Prager Bistums (im Jahre 973) die späteren St.Wolfgang geweihten Kirchen sein, dessen Kult sich in der Region Český Krumlov zu Kájov bezieht. Eines sehr alten Ursprungs, aus der Zeit von dem Ende des 12. bis 13. Jahrhunderts sind die Kirchen in Boletice, Černice, Doudleby, Přídolí und Horní Stropnice. Mit der Kirche in Černice ist sogar die Sage verbunden, daß hier seine Primiz (die erste Messe) der Bruder des hl. Vojtěch (Adalbert) - Radim gelesen hat.

Im 13. Jahrhundert wurde die Besiedelung dichter und es nahm auch die Zahl der Kirchen zu, besonders in dem südlichsten Teil von Südböhmen. Stifter waren vor allem Adelige, Bischöfe und Klöster. Mit dem Herrscher wetteiferten die Witigonen, von denen besonders der Zweig der Rosenberger erfolgreich war. Bei der Gründung der Kirchen und Klöster war die politisch-wirtschaftliche Macht eng mit den religiösen Beweggründen verbunden.

Die ersten Ordensbrüder, die sich in der Krumauer Region ansiedelten, waren die im Jahre 1258 von Wok von Rosenberg aus Wilhering in das Kloster Vyšší Brod berufenen Zisterzienser. Dieses Kloster war 350 Jahre lang die Gruft der Rosenberger und stellt somit das bedeutendste tschechische Mausoleum eines Geschlechtes dar. Mit der Hilfe des Gründergeschlechtes erbauten die hiesigen Zisterzienser im Laufe des 13. und 14. Jahrhunderts eine große, mehr als 70 Dörfer, 13 Höfe und ein Städtchen umschließende Herrschaft. Der böhmische König Přemysl Ottokar II. überlegte sich im Jahre 1259 die Gründung des Zisterzienser klosters Zlatá Koruna, zur Verwirklichung seiner Absicht kam es allerdings erst im Jahre 1263. Als Mutterkloster wählte er das österreichische Heiligenkreuz, womit er die gegenseitigen Bande zwischen den böhmischen und den ehemaligen Babenberger Ländern verstärken wollte. Die größte kirchliche Fundation von Přemysl sollte jedoch vor allem Stütze gegen das expandierende Geschlecht

Černice, Kirche mit dem Ursprung im 13. Jahrhundert der südböhmischen Witigonen werden, und diesem entsprach auch die wirklich königliche Beschenkung des Klosters mit ausgedehnten Liegenschaften. Gemeinsam mit weiteren Stiftungen (besonders von Bavor von Strakonice) stellte Zlatá Koruna vor den Hussitenkriegen eines der ausgedehntesten geistlichen Dominien des Landes dar. Ihr Besitz zählte 150 Dörfer, von denen mehr als 100 von den Mönchen gegründet wurden, 20 Höfe sowie das Städtchen Netolice.

Benediktiner waren in der Krumauer Region nur in Zátoň vertreten. Dieser Sprengel, welchen den Benediktinern in Ostrov bei Prag der böhmische Fürst Břetislav um die Mitte des 11. Jahrhunderts widmete, nutzten die Mönche vor dem Jahre 1310 zur Gründung ihrer Propstei aus. Diese löste sich jedoch im Jahre 1491 auf, als sie mit dem Eremitenkloster in Přední Výtoň verbunden wurde. Im Jahre 1350 gründeten die Rosenberger in ihrer Residenzstadt Český Krumlov das Minoriten- und Klarissinnenkonvent (Minoritenkloster in der Stadt Český Krumlov)

..und im Jahre 1384 schenkten sie den Eremiten eine Kapelle und sechs Zellen in Přední Výtoň. Den Eremiten wurde im Jahre 1491 bewilligt, sich nach dem Orden des hl. Franziskus von Paula (Pauliner) zu richten, sie haben jedoch sehr bald auf die strengen Gewohnheiten der Pauliner verzichtet. Das älteste Paulinerkloster in Böhmen ist daher erst Kuklov bei Brloh (Burg und Koster Kuklov), und zwar als Verdienst der Rosenberger, die im Jahre 1495 diesen bußfertigen Einsiedlern bewilligt haben, sich hier anzusiedeln.

Das Patronat über die Pfarren in der Krumauer Region übten im Mittelalter vor allem die Rosenberger sowie die Zisterzienser aus den Klöstern Vyšší Brod und Zlatá Koruna aus. Die üblichste Art, das Partonatrecht zu erwerben, war die Stiftung, welche die Leistung aller materiellen Mittel darstellte, die für den Betrieb einer Kirche oder eines Benefiziums notwendig waren, einschließlich der Sicherstellung einer angemessenen Nahrung für den Benefiziaten. Das Patronat schloß in sich mehrere verschiedene Rechte ein, in denen das Präsentationsrecht (Einreichungsrecht) eine der vorderen Stellen einnahm, d. h. das Recht, für ein freigewordenes Benefizium einen bestimmten Geistlichen vorzuschlagen, der dann von der zuständigen Obrigkeit gebilligt wurde. Weiter besaß der Patron in Hinsicht auf das kirchliche Eigentum eingeschränkte Rechte. Nie durfte er jedoch in die rein geistlichen Angelegenheiten eingreifen und an Visitationen durfte er nur dann teilnehmen, wenn dies in den Stiftungsbestimmungen ausdrücklich zugelassen war. Gerade in diesem Bereich kam es zu den größten Streitigkeiten. Relativ oft kamen dann verschiedene Ehrenrechte vor, vor allem das Recht auf einen Ehrenplatz bei öffentlichen Prozessionen, auf eine besondere Bank in der Kirche, das Recht, in der Kirche sein Wappen zu haben usw. Der Patron hatte keine Verpflichtungen, falls er sie nicht ausdrücklich als Stifter auf sich genommen hat. Mit der Zeit ergab sich jedoch die Pflicht, die eigene Kirche zu vertreten und zu verteidigen sowie auch alle ihre öffentlichen Lasten zu tragen. Der konkrete Umfang der Partonatsrechte und -pflichten unterschied sich jedoch. Um eine andere Rechtsbeziehung handelte es sich bei den an eine geistliche Institution inkorporierten (angeschlossenen) Pfarren. Dies betraf das Kloster in Zlatá Koruna, dem im Jahre 1400 der Papst fünf Pfarren inkorporiert hat, in denen er den Ordensbrüdern erlaubte zu wirken. Der Pfarrer dieser Benefizien war direkt der Abt des Klosters, der für sie über seine Mönche sorgte. Zu deren Einsatz brauchte er keine Zustimmung der kirchlichen Obrigkeit (des Erzbischofs). Zisterzienser sollten zwar als Mitglieder eines kontemplativen Ordens nicht außerhalb des Klosters leben und somit auch die geistliche Verwaltung über die weltlichen Pfarren ausüben, die Pflege der Pfarren brachte jedoch dem Kloster großen Nutzen, da bei einer bestimmten Zahl der Mönche für die Nahrung gesorgt wurde und die Klosterkasse erhielt zusätzliche Einnahmen aus den inkorporierten Pfarren sowie die Zehnten.

Kloster Kuklov, von den inneren Räumen des Objektes

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Obwohl an der Wende des 14. zum 15. Jahrhundert die Patrone der Pfarren des Doudleber Dechanats mächtige katholische Obrigkeiten waren, hielten sich die Mitglieder der Waldenser Sekte vorwiegend in der Herrschaft der Herren von Jindřichův Hradec auf und daneben kamen sie nur in České Budějovice und wahrscheinlich auch auf dem Gebiet von Český Krumlov vor.

Das Krumauer Dechanat war nicht direkt Nährboden für das Hussitentum, trotzdem wurde es auch von dem Geist der hussitischen Reformation betroffen. In seinem südöstlichen Teil, in Žumberk, wirkte der Laien-Theologe Tomáš Štítný von Štítné, der in seinen Predigten nahe der sittlichen Strenge des Reformators Jan Milíč von Kroměříž stand. Tomáš Štítný war fähig, auch den einfachen Menschen in der tschechischen Sprache komplizierte theologische Probleme näher zu bringen. Sein Werk, für das Gewaltlosigkeit typisch war, erlangte ein großes Echo im böhmischen Reformationsmilieu. Zu den Reformatoren gehörte auch der Propst der Kirche Aller Heiligen auf der Prager Burg Peter II. von Rosenberg, der die kirchlichen Anstalten unterstützte und ein mystischer Schriftsteller und Klerusreformator war. Sein Neffe Heinrich II. von Rosenberg war in einem engen Kontakt mit dem Prager Erzbischof Jan von Jenštejn, der ein Befürworter des zurückhaltenden Lebens war, in seinen lateinischen mystischen Poesie brachte er seine vergebliche Sehnsucht nach der Erfüllung der Ideale, als auch Pessimismus zum Ausdruck.

Friedrich Bernard Werner, Vedute des Klosters Zlatá Koruna, Mitte des 18. Jahrhunderts

Zu den Hussiten gehörte anfangs Ulrich II. von Rosenberg, der in dieser Hinsicht stark von seinem Vormund Čeněk von Vartenberg beeinflußt war. Im Jahre 1417 ordnete Ulrich allen Priestern auf dem Rosenbergischen Territorium an, das Allerheiligste Sakrament utraquistisch zu spenden, oder wegzugehen. Einige Priester wurden aus ihren Pfarren vertrieben. Militärische Einfälle radikaler und kompromißloser Utraquisten brachten Ulrich und seinen Vormund jedoch bereits im Jahre 1420 zur katholischen Kirche zurück. In diesem Jahr verließen einige Einzelne Český Krumlov sowie weitere fünf Rosenbergische Städtchen, um sich in das neu gegründete hussitische Tábor zu begeben. Im Jahre 1420 eroberten die Hussiten das Kloster Zlatá Koruna, dessen Güter schrittweise Ulrich II. von Rosenberg an sich riß. Abseits ihres militärischen Interesses blieb nicht einmal das Kloster Vyšší Brod. Dieses wurde durch den Überfall im Jahre 1422 nicht ernsthafter beschädigt und auch sein Grundstückbesitz erlitt keine großen Schäden. Die Hussiten versuchten dann vergeblich Český Krumlov zu erobern. Das Ende ihrer Züge nach Südböhmen bedeutete erst der Tod des Führers Jan Žižka von Trocnov im Jahre 1424.

Kloster Kuklov, Gesamtansicht

In der Krumauer Region verbreitete sich der Utraquismus nicht besonders. Diese Region gehörte gemeinsam mit weiteren südböhmischen Gebieten im 15. Jahrhundert zu stark katholisch orientierten Zentren Böhmens. Der katholische Treffpunkt wurde für die Tschechen gerade Český Krumlov. Es kam sogar zur Gründung zweier neuer Klöster. Im Jahre 1455 wurde die Propstei der Třeboňer Augustiner Kanoniker in Borovany gegründet und im Jahre 1495 bewilligten die Rosenberger den Paulanern, sich ein Kloster in Kuklov bei Brloh zu errichten. Es war aber schon eine Zeit, in der es zum Verfall des kirchlichen Lebens kam, und das spiegelte sich auch in den Klöstern wider. Langfristig machte er sich in dem einst blühenden Kloster Zlatá Koruna bemerkbar, das seine bedeutende Position während der Hussitenkriege verlor, nachdem es von den Hussiten stark beschädigt und durch die Rosenberger um die Liegenschaften bestohlen worden war. Das stark geschwächte Kloster war nicht imstande seine inkorporierten Pfarren zu besetzen und das Leben innerhalb seiner Mauern konnte man auf gar keinen Fall geistlich nennen. Wilhelm von Rosenberg wollte daher sein Patronatsrecht über Zlatá Koruna nutzen, das in die Hände seines Geschlechtes aus den Händen des Königs im Jahre 1493 übergangen war, und das Kloster auflösen. Es hat sich jedoch sein Recht auf das Weiterbestehen verteidigen können. Der Verfall des Klosters in Borovany wurde im Grunde durch die Pestepidemie im Jahre 1557 beendet, die nur ein einziger Kanoniker überlebte. Mit der Zeit gingen die Klostergüter in Pfand und dann (im Jahre 1600) in den erblichen Besitz der Rosenberger über. Kurz nach der Mitte des 16. Jahrhunderts ging auch die Gemeinschaft der Paulanern in Kuklov und der Eremiten in Přední Výtoň zugrunde.

Die geschwächte katholische Kirche sowie auch das ungute Leben der Ordensbrüder und auch der weltlichen Priester ermöglichten in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts das Durchdringen des Lutherglaubens in die früher so stark katholische Stadt Český Krumlov sowie auch in ihre Umgebung. Viele Lutheraner gab es nicht nur in Český Krumlov, sondern auch auf dem Territorium des Klosters Vyšší Brod. Die Katholiken, von dem Tridenter Konzil gestärkt, begannen nach der Mitte des 16. Jahrhunderts eine eifrigere Aktivität zu entwickeln. Der seit den Hussitenkriegen freie Prager erzbischöflicher Stuhl wurde im Jahre 1561 von Antonín Brus von Mohelnice besetzt, der Konvokationen (Einberufung) des Klerus nach den Dechanaten zwecks der Stärkung deren Disziplin und Sitten veranstaltete. Sein Helfer und späterer Nachfolger war in dieser Richtung z. B. der Krumauer Pfarrer Jiří Cetl Netolický, der gleichzeitig Doudleber Dechant sowie Bechyněr Erzdiakon war.

Kirche in Boletice, ein historisches Foto

Eine noch bedeutendere Rolle spielten in der Rekatholisierung die Jesuiten, die im Jahre 1584 Wilhelm von Rosenberg nach Český Krumlov berufen, und ihnen im Jahre 1591 das Patronat über die Krumauer Pfarre übergeben hat. Jesuitenmissionare luden auch andere Obrigkeiten, einschließlich des Abtes des Klosters Vyšší Brod, Harz ein. Harz führte die Rekatholisierung auf der Klosterherrschaft im Jahre 1588 durch, jedoch nicht ohne Gewalt. Einen großen Verlust stellte für die katholische Kirche das Ableben von Wilhelm von Rosenberg dar, was um so mehr spürbar war, da sein Nachfolger Peter Wok wurde, der sich zu der Brüdergemeinde meldete. Während des Ständeaufstandes im Jahre 1618 wurden die Krumauer Jesuiten vertrieben, die erst kurz nach der Schlacht am Weißen Berg im Jahre 1620 aus ihrem österreichischen Asyl zurückkehrten. In den Jahren 1621-1623 folgte die Vertreibung aller nicht katholischen Priester aus den böhmischen Ländern und in den Jahren 1627-1628 wurde der katholische Glauben zu dem einzig bewilligten erklärt. Die Rekatholisierung Südböhmens, die sich in Český Krumlov nicht ohne die Verbrennung der "Ketzerbücher" abspielen konnte, schien im Jahre 1630 beendet worden zu sein.

Vyšší Brod, Zisterzienserkloster mit einem Abbild auf dem Wasserspiegel

Die geistige Umwandlung von Südböhmen war vor allem das Werk der Ordensgemeinschaften, da es bis Ende des 17. Jahrhunderts noch zu wenig weltlichen Klerus gab. Daher haben die Klöster nicht ihre inkorporierten Pfarren, sondern auch Patronatspfarren besetzt, obwohl das im Widerspruch zu den Bestimmungen des Tridenter Konzils stand. Bereits im 14. Jahrhundert verwalteten die Mönche von Vyšší Brod eine eigene Patronatspfarre und schrittweise besetzten sie auch weitere 14 Pfarren. Mit der zunehmenden Zahl der weltlichen Priester

Horní Nr. 154, Hof des Hotels Růže, Wappen des Jesuitenordens   an der Wende des 17. und 18. Jahrhunderts verschlechterte sich jedoch die Stellung der Ordensbrüder in den Patronatspfarren und die Klöster mußten um ihre Positionen kämpfen. Einen langjährigen Streit führte in dieser Sache auch das Kloster Vyšší Brod, dem es schließlich gelang, auch die Inkorporation aller seiner 15 Benefizien nachzuweisen und im Jahre 1781 gewann es diesen. Das erzbischöfliche Konsistorium hätte jedoch überall lieber weltliche Priester gesehen, und das auch in den an die Klöster angeschlossenen Pfarren. Mißliebig sah es nämlich solches an, daß die Ordensbrüder in den persönlichen Angelegenheiten aus seinem Wirkungsbereich ausgeklammert waren, und an den angeschlossenen Pfarren (im Gegensatz zu den Patronaten) ihm nicht einmal in den Sachen der geistlichen Verwaltung unterliegen (Exemption der direkt dem Papst untergeordneten Klöster). Auch die Krumauer Vikare hüteten eifersüchtig ihre Rechte des übergeordneten Amtes und visitierten auch die an das Kloster Zlatá Koruna angeschlossen Pfarren, das sie wieder von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis zum Jahre 1785 besetzte. Weitere Streitigkeiten führte das Konsistorium mit den weltlichen Patronen, im Krumauer Vikariat besonders mit den Eggenbergern, die hier im 17. und am Anfang des 18. Jahrhunderts über das Patronatsrecht bei 8 - 9 Pfarren verfügten, und ab und zu auch mit den Buquoys, unter deren Patronat hier im Jahre 1700 11 Pfarren gehörten. Der Zwistgrund war vor allem die Bemühung der adeligen Patrone um eine gleichberechtigte Stellung ihrer Vertreter gegenüber den kirchlichen Repräsentanten bei der Einteilung der Pfarrer. Die Patrone forderten für ihre Vertreter u. a. eine würdige Begrüßung durch den neuen Pfarrer, die von den Kirchenglocken begleitet wäre, die Möglichkeit, die Mitglieder der Pfarrgemeinde sowie auch den

Bohuslav Balbín, Porträt eingesetzten Pfarrer mahnen zu dürfen, sowie weiters auch einen der vorderen Plätze bei der folgenden festlichen Tafel. Weiter hatten sie auch die Tendenz, die Tätigkeit der Geistlichen in den einzelnen Benefizien zu kontrollieren, die oberste Aufsicht über das kirchliche Geld zu haben und beliebig über den Besitz der Kirche zu verfügen, über dessen wirklichen Zustand z. B. die Eggenberger seinen richtigen Verwalter, nämlich den Pfarrer, nicht informieren wollten.

Seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts begannen sich langsam die kirchlichen gesellschaftlichen und auch wirtschaftlichenVerhältnisse zu stabilisieren. So wurde im Jahre 1651 die Renovierung der Gebäude der Propstei in Borovany beendet, die zwar durch den Erlaß des Kaisers Ferdinand III. bereits im Jahre 1630 wiederhergestellt wurde, aber zu der ersten ordentlichen Wahl des Propstes kam es erst im Jahre 1662. Weiter folgte auch die Blütezeit beider Zisterzienserklöster und die setzte sich auch im Laufe des 18. Jahrhunderts fort. Das Kloster Vyšší Brod erreichte eine ungewöhnlich hohe Zahl an Mönchen - 58, und das Kloster Zlatá Koruna gehörte zur Zeit des Abtes Matěj Aleš Ungar zu den musterhaften Klöstern in ganz Böhmen und Mähren. Diese ursprünglich auf die Kontemplation (Versunkenheit in Gott) konzentrierten Klöster anworteten auf das geänderte Klima der Zeit mit ihrer Öffnung der Welt gegenüber sowie auch mit der erwähnten Wirkung in der weltlichen Verwaltung. Die Mönche waren daher immer öfter unterwegs, lasen Messen auch in anderen Pfarren, sorgten für den regen Wallfahrtsort und die Wallfahrtskirche in Kájov, waren bei der Ernennung des Vikars in Český Krumlov anwesend usw. Die Äbte von Zlatá Koruna wurden oft in die Konventschule der Minoriten in Český Krumlov eingeladen, um sich als Vorsitzende oder Oponenten an Disputationen zu verschiedenen theologischen und philosophischen Themen nach dem Muster der Prager Universität zu beteiligen. Das Minoriten- und Klarissinnenkonvent erlebte damals seinen Aufschwung, was sich auch in seiner großen Beliebtheit in der Stadt und bei der Krumauer Obrigkeit bemerkbar machte. Die Zahl der Anstalten für Geistliche vermehrte der Graf Ferdinand Buquoy im Jahre 1677, der das Servitenkloster in Nové Hrady gründete. Der Grund dafür sollte sein Dank für die Genesung nach einer schweren Verletzung gewesen sein, die er bei einer Schlacht gegen die Türken im Jahre 1664 erlitten hat.

Vor dem Hintergrund des bis jetzt zu wenig erforschten religiösen Lebens um die Pfarrkirchen im 17. und 18. Jahrhundert tritt plastisch der Betrieb in den Wallfahrtsorten hervor, zu denen z. B. Kájov, Římov, die Wallfahrtskirche Svatý Kámen, Dobrá Voda und Svatá Anna (heute Hojná Voda) bei Nové Hrady gehörten. Die katholische Religion schlug in ganz Südböhmen tiefe Wurzeln, sodaß sich am Ende des 18. Jahrhunderts die meiste Bevölkerung zu ihr meldete und das Toleranzpatent (zur Religionsfreiheit) aus dem Jahre 1781 nur eine winzige Zahl der in Südböhmen lebenden Tschechen nutzte.

Auf das reiche religöse Leben hatten jedoch am Ende des 18. Jahrhunderts die aufklärerische Rationalisierung der Reformen des Kaisers Josef II. eine große Auswirkung. Gemeinsam mit der überwucherten barocken Frömmigkeit und der formellen Pracht der Kirche wurden nämlich auch Elemente des religiösen und gesellschaftlichen Lebens vernichtet. Außer vielen Kapellen wurden auch Wallfahrtsorte aufgelöst und im Namen einer intensiveren Arbeit wurden Wallfahrten verboten, die in vielen Banden mit dem ganzen Leben breiter Bevölkerungsschichten verbunden waren. Bei der Auflösung des kirchlichen Besitzes berücksichtigten die Aufklärer die Tatsache, daß die Kirchen Geld verborgten (meistens aus frommen Hinterlassenschaften bekommen), und zwar mit einer niedrigen Verzinsung von 5-7% und somit die Funktion einer Sparkasse erfüllen. Es dauerte dann lange, bis sich im 19. Jahrhundert ein Netz von Sparkassengemeinschaften herausgebildet hat, das gegen einen erträglichen Zins Kredite leistete, die früher bei den Pfarrkirchen leicht zu bekommen waren.

Wallfahrtskirche Svatý Kámen, Gesamtansicht

Auch das Kloster der Minoriten und der Klarissinnen in Český Krumlov ist den Josefinischen Reformen zum Opfer gefallen, das männliche Konvent wurde dann im kleineren Umfang wiederhergestellt. Das Klarissinnenkonvent kaufte der Fürst Johann Schwarzenberg, der hier Witwen und Weisen nach seinen Angestellten unterbrachte. Im Jahre 1864 kamen hierher die Schulschwestern der Notre Dame aus Horažďovice und errichteten hier eine Mädchenschule. Zur Zeit gibt es in diesem Objekt Wohnungen.

Nur um ein Haar entging das Kloster in Vyšší Brod seiner Auflösung. Das Kloster in Zlatá Koruna überlebte jedoch nicht. Es wurde nach seiner Auflösung im Jahre 1785 wie im vorstehenden Falle an den Fürst Johann zu Schwarzenberg verkauft, und nach mißlungenen Versuchen zweier Unternehmer um rentable Betriebe sowie auch nachdem die Pläne, das Kloster in ein Schloß umzubauen (1814) gescheitert waren, wurde das Kloster bis zum Jahre 1908 nur zu Wirtschaftszwecken genutzt. Heute dient es der Öffentlichkeit als Denkmalobjekt.

Kloster Vyšší Brod, Gesamtansicht

Für weltliche Zwecke - zum Schwarzenberger Schloß - wurde die Prälatur des Augustinianerklosters in Borovany umgebaut. Die Ordensbrüder durften entweder in ein anderes nicht aufgelöstes Kloster gehen, oder in der geistlichen Verwaltung arbeiten, oder aber sich pensionieren lassen. Aus dem Besitz der aufgelösten Klöster und Kirchen wurden neue Kirchen an abgelegenen, schwer zugänglichen Stellen, in der Krumauer Region vor allem im Böhmerwald gegründet. Dies war eine der wenigen Positiven Seiten der Josefinischen Reformen.

Infolge der Beendigung der Tätigkeit der ganzen Gesellschaft Jesu (des Jesuitenordens) im Jahre 1773 wurde auch das Jesuitenkolleg in Český Krumlov (Horní Nr. 154) aufgelöst, das in eine Kaserne hergerichtet und am Ende des 19. Jahrhunderts in das tschechische Hotel "U růže" umgebaut wurde. Im Jahre 1777 wurde das Jesuitengymnasium in der Stadt aufgelöst und in eine Haupschule geändert. Infolge der Auflösung der Klosterschulen, die durch praktisch orientierte Bildungsinstitute ersetzt wurden, herrschte um das Jahr 1800 ein großer Mangel an Priestern. Das niedere Schulwesen in der Region, die der Aufsicht der Geistlichen überlassen wurde, baute vor allem der Kaplicer Pfarrer Ferdinand Kindermann (1802), ein Schüler des "Vaters der katholischen Aufklärung in Böhmen" K. H. Seibt, auf. Dieser war auch Lehrer des Grafen Ferdinand Longueval-Buquoy, der eine organisierte öffentliche Pflege für Arme, auf der Grundlage der Pfarrgemeinden, entstehen ließ.

Eine Reaktion auf die Reformen von Josef II. war eine gefühlsmäßige Frömmigkeit, "Mystizismus", die der romantischen Stimme der Zeit entsprochen hatte. Eine Zuwendung zu Tradition des Tridenter Konzils verzeichnet zur damaligen Zeit ganz Europa, in Böhmen war jedoch die (katholische) Aufklärung verankert. Zum Berührungspunkt dieser katholischen Restaurierung wurde in Böhmen das Kloster in Vyšší Brod und das Priesterseminar in České Budějovice. In diesem Zeitraum ragte die Persönlichkeit eines der bedeutendsten böhmischen Bischöfe des 19. Jahrhunderts hevor, nämlich Jan Valerián Jirsík (Bischof in České Budějovice in den Jahren 1851 - 1883).

Schule in Zlatá Koruna, Lehrmittel aus dem 18. Jahrhundert, Abbildung der zeitgenössischen Gestalt des Klosters Zlatá Koruna Wenig große Industrie und die Abwesenheit des Proletariats verursachten, daß die antireligiöse sozialistische Agitation in Südböhmen keine Stütze fand. Die Kirche hatte hier eine seht starke Position, 90 % der Bevölkerung gehörten der katholischen Kirche an. Der Einfluß der Kirche wurde hier nicht nur durch die Predigten in der Kirchen, sondern auch z. B. durch die Verteilung von Drucksachen verbreitet. Im Jahre 1900 wurde das deutsche katholische Blatt für Südböhmen "Landbote" gegründet. Nach dem Jahre 1908 wurde es in Český Krumlov gedruckt und während des Ersten Weltkrieges erschien es sogar täglich, womit es zum ersten deutschen katholischen Tagesblatt in Böhmen wurde. Zum Stützpunkt der deutschen katholischen Aktivitäten wurde das Kloster Vyšší Brod, das Volksmissionen veranstaltete und Vereine organisierte (P. Winter im Jahre 1908). Nach dem Ersten Weltkrieg gründeten die hiesigen Mönche das deutsche Diözeseblatt "Kirche und Heimat" (1922). Interessant ist auch die pädagogische Tätigkeit der Zisterzienser aus dem Kloster Vyšší Brod, die an der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert am Gymnasium in Český Krumlov sowie auch im bischöflichen Seminar in České Budějovice unterrichteten. Von den weiteren Aktivitäten ist noch der Verdienst von P. Valentin Schmidt um die Wiederbelebung der Passionspiele in Hořice na Šumavě zu erwähnen (Passionspiele - Geschichte). Die Tschechen haben ihr selbständiges Zentrum vermißt, deswegen mußten hier einzelne Priester den Weg bahnen.

Nach der Entstehung der selbständigen Tschechoslowakei konstituierte sich im Jahre 1920 die neue Tschechoslowakische Kirche, zu der jedoch in Südböhmen nicht viele Katholiken übergetreten sind. Ein negativer Eingriff in die religiöse Entwicklung war die Besetzung des Sudetenlandes durch Deutschland in den Jahren 1938-1945, wo der deutsche Teil von Südböhmen, in den der Großteil der heutigen Region Český Krumlov gehörte, an die Diözese Linz angeschlossen wurde. Im Jahre 1941 löste die

Martersäule in der Landschaft zwischen Světlík und Malšín Gestapo das Kloster in Vyšší Brod auf, in dem zur damaligen Zeit 60 Mönche und 9 Laienbrüder lebten. Nach dem Krieg kam das Konvent zurück, fast im Handumdrehen wurden dann die deutschen Ordensbrüder vertrieben, die den Großteil bildeten. Das Häufchen der tschechischen Zisterzienser lösten dann die Kommunisten im Jahre 1950 auf und in demselben Jahr auch das Minoritenkonvent in Český Krumlov.

Das Klosterleben wurde in Vyšší Brod im Jahre 1990 wiederhergestellt, und heute ist es eines der zwei "lebenden" männlichen Klöster des Zisterzienserordens in der Tschechischen Republik (das zweite Kloster gibt es in Osek und es ist dem Kloster in Vyšší Brod untergeordnet). Die Besetzung des Minoritenkonvents in Český Krumlov ist nicht in den Kräften des nur wenig Personen zählenden Minoritenordens und auch der momentane Zustand der Gebäude ermöglicht dies nicht. Infolge der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus Böhmen sowie der Errichtung der nicht zugänglichen Grenzzone wurden insgesamt zehn Kirchen im Böhmerwald verlassen, ausgeraubt, beschädigt oder vernichtet. Zur Zeit ist ein großer Mangel an geistlichen Verwaltern in den Reihen aller hier wirkenden christlichen Kirchen spürbar, so daß es keine Ausnahme ist, wenn ein Geistlicher für mehrere Pfarren sorgt. Aus diesem Grund helfen auch im Krumauer Vikariat ständig katholische Priester aus Polen aus.

Weitere Informationen:
Kirchliche Geschichte der Stadt Český Krumlov

(jh)

Weitere Informationen:
Geschichte der Juden in Rožmberk nad Vltavou
Die Klosterapotheke in Vyšší Brod
Kirche St. Nikolaus in Rožmberk nad Vltavou
Zwei Loučovicer Kirchen
Die ältesten Handschriften des Klosters Vyšší Brod
Pauliner und Wallfahrten in Přední Výtoň
Gründung des Klosters in Vyšší Brod
Das Záviš-Kreuz im Kloster Vyšší Brod
Das Leben im Kloster Vyšší Brod