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Latrán Nr. 34, Neustadt

Lokalisierung:
Latrán Nr. 34, Neustadt

Beschreibung des Objektes:
Ein ebenerdiges Haus mit glatter Stirnwand. Auf der Mitte der längeren Seite des Objektes ist eine Mansarde.

Latrán Nr. 34, Gesamtansicht

Bauhistorische Entwicklung:
Das Haus stammt aus der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts, die Gliederung aus der Renaissance wurde aber grundlegend durch den barocken Umbau vom Anfang des 18. Jahrhunderts verändert, weiter dann durch klassizistische und neuzeitliche Installierungen. Im Raum an der südlichen Stirnwand blieb eine Renaissancedecke mit einem reich geschnitzten Unterbalken erhalten.

Bedeutende architektonische Details:
Denkwürdig am wertvollsten ist eben diese Renaissancebalkendecke und die gewölbten Räumlichkeiten.

Geschichte der Bewohner des Hauses:
Der erste bekannte Besitzer des Hauses war der Müller Václav Rohan, der um das Jahr 1600 starb. Das verlassene Haus verkaufte der Stadtrat im Jahre 1602 für nur 30 Schock Meißner Groschen an den Ondřej Battori, der damals auch das Haus auf dem Latrán Nr. 10 auf der Schloßstiege und das Haus Latrán Nr. 15 besaß, in dem er mit der Gattin Kateřina lebte. Im Jahre 1608 erwarb das Haus der Hofzimmermann Matyáš Kotter oder Götter. In den Jahren 1654 - 1662 lebte hier der Zimmermann Řehoř Petersamb und nach ihm der Hofgärtner Jiří Spiess. Die Witwe nach Spiess, Alžběta, verwaltete das Haus vielleicht bis zum Jahre 1700. Seit dem Jahre 1709 treffen wir hier auf den Hofseiler Valentin Wolf, der im Jahre 1729 vom Schneider Josef Reiter abgelöst wurde. Auch der weitere Besitzer des Hauses, Jan Antonín Linka, war Schneider und seine Familie lebte im Haus bis zum Jahre 1802. Danach wohnte hier sechs Jahre lang der Tischler Jan Zettel.

Gegenwärtige Nutzung:
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